Leben im Rausch

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“Der Zucker, den wir brauchen,
der ist in unsern Köpfen schon drin…”
(Frittenbude, “Zucker”)

Lesung von Daniel Kulla

“Leben im Rausch” beginnt mit einer einfachen Frage: Warum wird allgemein angenommen, Rausch käme hauptsächlich aus Drogen, obwohl Menschen und zahllose andere Lebewesen ohne Substanzeinnahme ständig in Rausch eintreten? Davon ausgehend versucht Daniel Kulla einen Begriff von Rausch zu entwickeln, der alle seine Erscheinungsformen einschließt, und breitet aus, was es über unsere liebe Gesellschaftsordnung aussagt, daß sie diese zentrale Fähigkeit aller Lebewesen mit einem Nervensystem derart eng versteht.

«Du erwartest wahrscheinlich von einem Buch, auf dem ‹Rausch› steht, vor allem etwas über Drogen zu erfahren. Darum geht’s aber gar nicht, und genau darum geht’s.»

Daniel Kulla ist Autor, Sänger und Lektor. Er lebt in Berlin, arbeitet zu Themenschwerpunkten wie “Entschwörungstheorie”, „kommunistische Aufstände“ oder Rausch, schreibt zeitweise für die Jungle World und produziert als Classless Kulla elektronische Musik.
Neben „Entschwörungstheorie“, das mittlerweile fixer Bestandteil nahezu jeden kritischen Bücherregals ist, verfasste Kulla zuletzt mit Torsun Burkhardt einen autobiographischen Roman über die Berliner Electropunk-Band Egotronic.