Sun of a Gun

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Die Rostocker Formation Sun of a Gun ging aus der ehemaligen Mecklenburger HipHop-Formation „StylesDelivery“ hervor, da der gegenwärtige Spielplatz den beiden Front-Jungs Tom und Flo zu eng und staubig wurde. Es sollte frischerer Sound her, mehr als Rap, HipPop oder sonstiges. Es sollte klingen, als könnte man im Handumdrehen eine Schublade dafür erfinden.

Also machten sich die beiden auf den Weg hin zum Sprechgesang und reinen Gesang, gemischt mit Rap-Strophen in der bislang praktizierten Form. Nach diversen Projekten mit unter anderem Joe Rilla (Aggro Berlin, heute „Haudegen“) und Maschine von den Puhdys im Jahr 2009, nahm man das erste Album im eigenen WG-Wohnzimmer auf und landete mit „Sport ist ihr Hobby“ und „Morgenrot“ zwei Überraschungsohrwürmer im Ostseeraum. Sie schafften es bis zu Radio Fritz, Radio 1, Corax, Lohro und weiteren Lokalrundfunkstationen, Präsenz in Internetformaten und auf der Mattscheibe von TV.Rostock, Mixery Raw Deluxe und Arte.tracks gabs dazu noch obendrauf.

Nach diversen Gigs und Supports von unter anderem Die Orsons oder Prinz Pi erschien im Folgenden 2012 die EP „Freunde der Sonne“ mit der Videosingle „Kleiner Mann“, die in der Blogosphäre, bei PutPat- und Tide-TV und verschiedenen Kleinfilmfestivals wie dem 19. Rostocker Filmfest (Platz 3 in der Publikumswertung) für Aufmerksamkeit sorgte. Es folgten Gastauftritte bei Rostocker Rappern wie Marteria oder Ostmaul und gemeinsame Shows mit befreundeten IndiePop-Bands wie Minitimer Katzenposter oder Audioliths Fuck Art, Let’s Dance.

Im Herbst 2011 folgte der erste große Umschwung für die Band: Tom, einer der beiden Frontleute, zieht sich als Sänger der Band zurück. Seither besteht das Team aus Sprechgesänger Florian, Bassist Arne, Gitarrist Mülli und Drummer Hannes. Die damit einhergehende Umstellung, Neuverteilung und Identitätsfindung umspannte das Jahr 2012 und kulminiert in der am 15.03.2013 erscheinenden EP „Ein entschiedenes Vielleicht“, indem die Band sich erstmals als solche auf einer Platte präsentiert. Mit von der Partie in dem Arbeitsprozess war wieder Marteria/Marsimoto-, sowie Samy Deluxe-Produzent Dead Rabbit, um die Kogge gemeinsam mit der Band in die richtigen Kanäle der Häfen zu lenken. Seeed-, Beatsteakes- und Marsimoto-Mastergenie Doc Young alias „Der Hund“ trug beim weiteren Mix und Master ebenfalls seinen Teil dazu bei, die angestrebte Grätsche aus echten Instrumenten und synthetischen Sounds zu meistern.

Sun of a Gun sind schon eine Weile aktiv und nun doch völlig neu. Besser, lauter, nachdenklicher, abtrünniger? Vielleicht. Die Band will sich neu beweisen und ihre Welt mit den Leuten teilen. Ob ihr dies gelingen kann? Ein entschiedenes Vielleicht. Das wichtigste für alle dabei ist, dass sie es machen. Wohin der Wind weht, liegt nicht in ihrer Macht.